Rami Dabhour


Fachliche Unterstützung und Begleitung zum Erfolg:


Rami Dahbour
Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.
AWO-Nachbarschaftstreff Herrenkrug

Vorname:

Rami
Nachname:Dahbour
Herkunftsland:

Syrien

Job-Titel:

Projektmitarbeiter AWO Nachbarschaftstreff Herrenkrug

Firma:

AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Ich heiße Rami und ich bin 28 Jahre alt. In meiner Heimat Syrien habe ich das Studium in der Fachrichtung Business Administration und Marketing absolviert. Im Sommer 2015 habe ich mit schwierigen Herzes mein Land verlassen, wo der Bürgerkrieg herrschte und es keine sichere Zukunft gab. Im Herbst desselben Jahres bin ich in Deutschland angekommen. Erst im Sommer 2016 habe ich einen Platz im Integrationskurs bekommen und angefangen, intensiv Deutsch zu lernen. Ziemlich schnell danach begann meine lange Geschichte bei der AWO, als ich mich für den Bundesfreiwilligendienst beim Landesjugendwerk der AWO hier im November 2016 entschied. Hier im AWO-Nachbarschaftstreff Herrenkrug habe ich unter anderem Sportkurse für die Flüchtlinge geleitet, viel übersetzt und Flüchtlinge begleitet. Nach sieben Monaten, im Juli 2017, ist eine Stelle im Projekt freigeworden. Eine Kollegin aus Burg hat mich für die Stelle empfohlen, da ich mich als fleißige und engagierte Person gezeigt habe. Zu diesem Zeitpunkt wurde mein Masterabschluss anerkannt, der auch eine der Voraussetzungen gewesen ist. Das Interview mit der Chefin des AWO Landesverbandes lief sehr gut. Es hat geklappt und schon über ein Jahr arbeite ich hier im Projekt. Mein Verantwortungsbereich ist sehr breit und vielfältig. Ich mache Anfänger-Deutschkurse für die Flüchtlinge, sowie Arabischkurse für die deutschen Menschen. Außerdem gibt es bei uns im AWO verschiedene Freizeitaktivitäten und Sportangebote. Ich mache zum Beispiel einen Fußballkurs für Flüchtlinge und einen Senioren-Sportkurs, der sehr beliebt und gut besucht ist. Aber natürlich berate ich auch die Flüchtlinge in ganz verschiedenen alltäglichen, sowie bildungs- und berufsbezogenen Themen.

Ich mag meine Arbeit sehr, da ich hier die Möglichkeit habe, eigene Ideen einzubringen, kreativ zu sein und etwas Neues auszuprobieren. So hatte ich seit langem eine Idee, die ich im Moment erfolgreich realisiere. Den neu angekommenen Menschen fällt es in der Regel sehr schwer, den Kontakt zu deutschen Menschen zu finden. Sie wissen oft einfach nicht, wo sie die Einheimischen kennenlernen können. Anderseits habe ich viele deutsche Leute, die bei mir den Arabischkurs besuchen und ein großes Interesse für die arabische Kultur und Sprache haben. Ich habe einfach diese zwei Gruppen zusammengebracht, indem ich bereits fünf interkulturelle Abende organisiert habe. Es ist eine tolle Möglichkeit für diese Menschen sich kennenzulernen, Freunde zu finden, Sprache zu üben, aber auch einfach zusammen zu kochen, zu lachen und Spaß zu haben.

Ich erzähle oft meine Fluchtgeschichte. Ich finde es wichtig, dass die Menschen solche Geschichten von jemandem persönlich hören. Auf dem Weg nach Deutschland habe ganz viele Bilder gemacht. Einmal bin ich zu einer Idee gekommen, eine Präsentation darüber vorzubereiten. Zum ersten Mal wurde ich in eine Schule in Gommern eingeladen. Die Kinder haben mit einem großen Interesse zugehört.  Seitdem habe ich bereits ca. 20 Mal über meine Reise und den Integrationsweg bei verschiedenen Organisationen erzählt: Bei der Hochschulen und Schulen, Polizei und Behörden, aber auch bei der AWO und im Landesjugendwerk.

Rami, was glaubst du, ist das Geheimnis deiner erfolgreichen und schnellen Integration in Deutschland?

Einer der wichtigsten Schritte ist für mich persönlich das freiwillige Engagement gewesen. Dadurch habe ich eine tolle Chance bekommen, meine Sprachkenntnisse zu verbessern, wichtige Erfahrungen zu sammeln und neue Kontakte zu knüpfen. Der Bundesfreiwilligendienst ist für mich ein Wegbreiter und Türöffner gewesen. Vor allem habe ich meine heutige Arbeitsstelle bekommen, weil ich mich freiwillig engagiert habe. Zudem bin ich jetzt im Vorstand im Landesjugendwerk der AWO. Ich bin das erste Mitglied mit einer Fluchtgeschichte und ziemlich stolz darauf.

 

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