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BAMF: Corona, FEG und allgemeine Trends – Wie hat sich die Bildungs- und Erwerbsmigration 2020 entwickelt?

Monitoringbericht zeigt eine Zunahme der Erwerbsmigration, zugleich aber auch einen Rückgang der Bildungsmigration.

Das Bundesamt für Migration und Integration (BAMF) warf in dem Bericht "Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration: Erteilung von Aufenthaltstiteln an Drittstaatsangehörige" [Link] einen Blick auf die Entwicklung der Erwerbs- und Bildungsmigration in Deutschland. Das Ergebnis: 2020 befanden sich insgesamt 200.000 Bildungsmigrant/-innen aus Drittsaaten für eine Ausbildung oder ein Studium in Deutschland. Verglichen mit 2019 sei dies ein Rückgang von etwa 7,6 Prozent. Die Zahl der Erwerbsmigrant/-innen stieg hingegen im Vorjahresvergleich um 6,4 Prozent auf 350.000 Personen. Die Covid-19-Pandemie und die Neuregelung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) hätten dabei gegenläufige Auswirkungen auf die Erwerbs- und Bildungsmigration gehabt.

So sorgte das FEG für einige Einreiseerleichterungen, beispielsweise durch die Abschaffung der Vorrangprüfung oder die Einführung eines beschleunigten Einreiseverfahrens. Die Auswirkungen dieser Neuregelungen wurden aber durch die pandemiebedingten Einreisebeschränkungen gemindert. Zum Beispiel mussten Arbeitgeber/-innen die Einreisenotwenigkeit der ausländischen Fachkraft bestätigen. Auch Studierende aus dem Ausland konnten nur dann einreisen, wenn ihre Anwesenheit für den Präsenzunterricht notwendig war. Viele Hochschulen führten ihre Kurse jedoch digital durch.