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BEMA: Praxisleitfaden informiert über Rechte von EU-Arbeitnehmer/-innen

Der Wegweiser nennt auch Anlaufstellen und zeigt Handlungsbeispiele auf.

Mit dem „Praxisleitfaden für EU-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Ein Wegweiser für gute Arbeitsbedingungen und Gleichbehandlung“ hat das Berliner Bildungszentrum für Migration und gute Arbeit (BEMA) gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration eine Handreichung für EU-Arbeitnehmer/-innen zusammengestellt. Diese soll den Erwerbstätigen dabei helfen die eigenen Arbeitsrechte aktiv wahrzunehmen und umzusetzen. Ungerechte Arbeitsverhältnisse sollen so vermieden werden. Die einzelnen Rechte der EU-Bürger/-innen werden in der Veröffentlichung genannt und erklärt. Darüber hinaus wird gezeigt, wie Arbeitnehmer/-innen im Streitfall ihr Recht behaupten können. Der Wegweiser nennt mögliche Anlaufstellen und Beratungsangebote. Auch konkrete Erfahrungen der BEMA-Berater/-innen bei ihrer täglichen Arbeit mit EU-Arbeitnehmer/-innen finden sich im Leitfaden. So werden hier typische Fälle von Rechtsverletzungen aufgezeigt.

Der aktuelle Jahresbericht zum Freizügigkeits-Monitoring des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zeigt, dass 6,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auf dem deutschen Arbeitsmarkt (Stand September 2020) aus dem EU-Ausland kommen. Das macht eine Gesamtzahl von rund 2,3 Millionen in Deutschland beschäftigter EU-Bürger/-innen, so der Jahresbericht. 

Der Leitfaden der BEMA zeigt: Die EU-Arbeitnehmer/-innen in Deutschland sind dabei auch unfairen Arbeitsbedingungen oder Ausbeutung ausgesetzt. 

In Sachsen-Anhalt berät Beratung migrantischer Arbeitskräfte (BemA) zugewanderte Arbeitnehmer/-innen bei arbeitsrechtlichen Fragen: Auf der BemA-Website finden Sie Ansprechpartner/-innen sowie Informationen rund ums Arbeitsrecht in verschiedenen Sprachen, wie Polnisch, Russisch oder Rumänisch.