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IAB: Hemmnisse und Fördermöglichkeiten bei der Integration geflüchteter Frauen

Studie fokussiert geschlechterspezifische Hürden und gibt Handlungsempfehlungen

Der Forschungsbericht "Integrationshemmnisse geflüchteter Frauen und mögliche Handlungsansätze - eine Übersicht bisheriger Erkenntnisse" vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fasst aktuelle Studienergebnisse zur Integration geflüchteter Frauen zusammen und präsentiert praxisorientierte Handlungsempfehlungen.

Die Studie stellte fest, dass sich ein Unterschied im Integrationsstand zwischen Frauen und Männern zeige. Schutzsuchende Frauen gingen seltener einer Erwerbsarbeit nach, haben weniger Teilhabe an Bildungsangeboten und weniger von ihnen wiesen gute Deutschkenntnisse vor als geflüchtete Männer. Als Grund hierfür werden geschlechterbezogene Unterschiede bei Fluchthintergründen, Familienstrukturen und der gesellschaftlichen Rolle genannt. Zum Beispiel würden sich mehr Frauen als Männer um Kinder kümmern. Für Frauen ergeben sich so spezielle Integrationshindernisse. Das mache geschlechtersensible Integrationsförderung notwendig.

Als besonders wirkungsvoll hätten sich Integrationskursangebote nur für Frauen und eine parallel angebotene Kinderbetreuung erwiesen. Auch empowernde Mentoring-Programme hätten positive Auswirkungen auf die gesellschaftliche und Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen. Die Nutzung von Social-Media-Plattformen und Online-Kursen sei zudem eine Möglichkeit für Frauen sich sozial zu vernetzen und die Integrationsangebote mit der Kinderbetreuung zu vereinbaren.