Menu
menu

Stiftung Mercator: Diskriminierungsrisiken und Förderpotentiale von Diversität auf dem Arbeitsmarkt

Die Publikation gibt Informationen und Handlungsempfehlungen für ein erfolgreiches Diversity Management

 

Das Gutachten der Stiftung Mercator "Diskriminierungsrisiken und Handlungspotentiale im Umgang mit kultureller, sozioökonomischer und religiöser Diversität. Ein Gutachten mit Empfehlungen für die Praxis"  beleuchtet, wie Diversity am Arbeitsmarkt wertgeschätzt und intersektionale Diskriminierung (Mehrfachdiskriminierung) vermieden werden kann.

Laut Gutachten würden insbesondere bei Bewerbungsverfahren diskriminierende Handlungen stattfinden. Betroffen seien vor allem kleinere Unternehmen. Bei Arbeitgeber/-innen kleinerer Betriebe seien Vorbehalte wie fehlende Sprachkenntnisse sowie Stereotype stärker verbreitet. Dies wirke sich darauf aus, wer zum Bewerbungsgespräch eingeladen wird. Insbesondere Kopftuch tragende Bewerberinnen mit ausländisch klingenden Namen seien hiervon betroffen. Sie müssten sich bei gleicher Qualifikation 4,5-mal häufiger bewerben als Frauen ohne Kopftuch und mit deutsch klingendem Namen.

Führungskräfte und das Bewusstsein für den Mehrwert von Vielfalt im Betrieb sind ausschlaggebend für gelingendes Diversity Management. Sie stellen den wichtigsten Erfolgsfaktor, aber auch die größte Hürde dar. So bedarf es einen grundlegenden Wandel der Unternehmenskultur. Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel machen ein Umdenken für viele Unternehmer/-innen unabdingbar. Aber auch externe Akteure, wie Gewerkschaften, Migrant/-inneno rganisationen und Integrationsförderprogramme, spielten eine gewichtige Rolle bei der Diversitätsförderung am Arbeitsplatz.